Donnerstag, 27. Dezember 2007

Die Seinen

Unbeschreiblich' Ungeheuer,
mächtig', mordend' Monster,
ziehen durch das Land.

Fürchterlich Stampfen,
dunkel, düster, drohend,
ohne widerstand.

Ruhmreiche Recken,
fliehen, fürchtend fort,
denn Stykar ist dort.

Und mit ihm Höllenhunde,
laut lachend, lechzend,
und nach Blut krächzend.

Zu ihrer Seite untote Krieger,
geächtet, gefoltert, gefallen,
einst getötet durch Stykars Krallen.

Die Glocke schellt, Krieger stürmen vor,
schreiend, schreitend, schneidend,
bald sah man Stykar an ihrem Fleisch sich weidend...

Doch da rote Ritter aus den Wolken,
stürmen, stoßen, schlagen,
die Bestien um Kopf und Kragen.

Und auf ihren Helmen strahlte sein Wappen,
es waren seine Krieger, seine Knappen,
es waren die seinen, rot sie trugen,
Zandragal´s, die die Dunkelheit schlugen.

© M. Reinhart 2007

Sonntag, 23. Dezember 2007

Ein weiter Weg

Warum sollte ich weiter gehen,
Ich kann doch jetzt schon kaum noch stehen.
Warum sollt' ich weiterhin zieh´n,
wenn die Sonn auch dort nicht mehr schien.

Müde setze ich einen Fuß vor den ander´n,
Ich gehe so langsam, ich kann nicht mehr wandern.
Total entkräftet – meine Knie geben nach,
ich sinke auf die Erde und werd' nicht mehr wach.

Ich schwebe schon fort zum Himmelstor,
und lächelnd stand Petrus "der Stein" davor.
Er öffnete mir und dankend trat ich ein,
in das Land wo Honig fließt und Wein.

Alles strahlt von einem inneren Licht,
alles war weiß, bis zur obersten Schicht.
Ich fühlte mich so wohl wie noch nie,
doch dann eine Stimme im Kopf zu mir schrie:

"Wach auf! Wach auf!"
Ein Stechen in der Brust,
ich wollte hier bleiben,
es wär' solch Verlust.

War es der Teufel?
Kam er um zu holen?
Ich wurde gezogen,
mir brannten die Solen.

Man zog mich aus dem Licht,
hinein in das Dunkel der Nacht,
von Defibratoren geschockt,
so bin ich aufgewacht.

Ich bin noch nicht am Ziel gewesen,
also muss ich weiter leben,
um wenn ich es dann erreicht,
kein neues Ziel mehr zu bestreben.

Es ist ein weiter Weg voll Qual und Bosheit,
der dich einst zum Ende führt,
der dich fordert, der dich tritt,
bis sich dein Körper nicht mehr rührt.

© M. Reinhart 2007

Nebel und Kälte

Ein Nebel – dunkel und düster,
legt sich über die Welt.
Eine Kälte – schwarz und grausam.
Kriecht über den Boden.

Woher kommt er?
Woher kommt sie?
Was haben sie vor?
Was wollen sie?

Es gibt kein entrinnen.
– Angst –
Schnelle Schritte,
Es gibt kein Entkommen.

Blinde Furcht vor dem Nichts,
überall sind sie,
überall Kälte und Nebel.
Ich muss hier raus!

© M. Reinhart 2007

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Die Angst vor dem Nein

Soll ich dir´s nun einfach sagen?
Soll ich es ganz einfach wagen?
Soll ich jetzt ohne zu schweifen,
die Gelegenheit ergreifen?

Ist das der richtige Moment?
Denn in mir heiß das Feuer brennt.
Ist der Zeitpunkt gut gewählt?
Ach, die Schüchternheit mich quält...

Was ist wenn´s nur Monolog?
Wenn der andre uns betrog?
Was ist wenn die Flamme lischt?
Ich verzweifle an mir selber...

Hundert mal in meinen Gedanken,
zu dir gesagt doch real im wanken.
Ich schaffe es einfach nicht es zu sagen,
denn könnt die Absage nicht ertragen.

Ich bringe den Mut nicht auf dir in die Augen zu schauen,
und dir dabei zu sagen: "Ich liebe dich!".

So bleibe ich halt allein,
allein mit meiner Fantasie,
aus Furcht vor dem "Nein",
doch ich liebe dich...

© M. Reinhart 2007

Sonntag, 16. Dezember 2007

Die Zeiten des Jahres

Der Winter kam und er war kalt,
Bäume kahl – nur Tannen nicht,
Morgens spät und Abends früh,
kam und geht schon fort das Licht.

Wie jedes Jahr so kam der Schnee,
weiß und rein, ach solche Pracht,
Seen zu Kristall gefroren,
in der Eiseskält' bei Nacht.

Die warme Sonne – nicht von nutzen
Dunklen Wolken - gern gesehen,
sie türmen sich zu großen Bergen,
weit oben hoch am Himmel stehen.

Der Schnee er rieselt leicht herab,
Paradies der Berg für´s Kind,
dicke Kleidung hält es warm,
und den Anschwung gibt der Wind.

Schneeballschlachten, Schlittenfahren,
Ein paar Wochen hält die Pracht,
doch schon wird's wärmer unbemerkt,
dann die Kälte nur bei Nacht.

Der Schnee wird matschig und auch braun,
Nachts da friert es – er wird Eis,
die schöne Zeit verging im Fluge,
nun tropft der Schmelz vom Dach ganz leis.

Viel gibt es nicht mehr,
das vom Winter erzählt,
nur ein Zapfen aus Eis,
richtigen Platz er gewählt.

Noch hängt er hier an meinem Haus,
an ihm rinnen viele Tropfen,
fallen auf den harten Boden,
pochen sacht, wie dumpfes Klopfen.

Er schmilzt dahin,
dann ist er fort,
die Wärme ihn nahm,
nur Wasser noch dort.

Es zeugt nichts mehr vom Winter,
nur die leichte Kälte allein,
es beginnt schon der Frühling,
die Frühblüher soll´n sein.

Überall grünt´s und überall wächst´s,
Pflanzen und Blumen sprießen hervor,
die Sonne sie zieht mit warmer Hand,
die Sprösse und Triebe zu sich empor.

Die Liebe blüht auf,
genau wie die Blüten,
doch noch immer die Kälte,
wie tödliches Wüten.

Ist sie dann vergangen,
die bittere Kält',
kommt nun der Sommer,
und Wärm' in die Welt.

Sie lässt sie reifen,
die saftigen Beeren,
gibt Freude und Bräune,
nur Wolken verwehren.

Doch auch Hitze und Dürre,
das kann er bringen,
der Sommer ist tückisch,
er kann uns bezwingen.

Kinder turnen, toben, tollen,
viele warme, klare Nächte,
wollen gar nicht Heim mehr kommen,
wenn man sie nicht selber brächte.

Doch dann kommen Stürme,
Regen, Gewitter,
die Luft wieder kühler,
doch Schlehen noch bitter.

Früchte und Getreide ernten,
schwer das ist die Erntezeit,
Beeren wecken, Hafer mahlen,
Arbeit, Arbeit weit und breit.

Doch wenn die Ernte ist vollbracht,
wenn die Felde kahl schon sind,
das Feuer in der Stube brennt,
vom Baume weht das Laub der Wind.

Der erste Frost – die Schlehen reif,
man isst sie gerne - trotz der Dorn',
Der Winter naht, die Nächte kurz,
Was nun wird? Dann ließ von vorn...

© M. Reinhart 2007

Die schwarze Blume

Vor meinem Fenster
da steht sie stumm,
eine schwarze Blume,
der Wind macht sie krumm.

Am Tage geschlossen,
Nachts reckt sie empor,
das Köpflein gen Mond,
dem Treue sie schwor.

Sie hat keine Geschichte,
sie war plötzlich da,
warum ist sie ganz schwarz?
Ob sie anders mal war?

Keiner weiß um dieses Pflänzchen,
ob es gut, ob´s böse ist.
Ob´s an Erd' und Wasser nährt,
oder ob es Fliegen frisst.

Am Tage nicht da,
also sitze ich Nachts,
und rede mit ihr,
hinterm Rücken da lacht´s.

Was der Blume widerfuhr,
interessiert euch nicht,
wie lange sie schon wächst,
warum sie meidet das Licht.

Mich aber schon,
also lasst mich doch sein,
bei ihr Tag und Nacht,
ach lasst mich allein!

Lacht ihr nur,
es ist mir egal,
was ihr denkt,
was ihr achtet,
was euch lenkt,
was betrachtet.

Lasst mich sein wie ich sei,
lasst mich sein was ich bin,
und die Blume ebenso!
Es macht für euch nur keinen Sinn… Für mich aber!

© M. Reinhart 2007

Mittwoch, 12. Dezember 2007

Der Dschungel

Wo ist die Wahrheit,
ich sehe sie nicht,
im Dickicht aus Gefühlen,
keine Lichtung in Sicht.

Wohin führt mich die Straße,
im Dschungel der Gedanken,
die ohne jede Maße,
verliert sich in Kranken.

Ich versteh' nicht die Zeichen,
welche die Straße begrenzen,
verstelle die Weichen,
und Zahnräder´s Kränzen.

Vor mir schattenhafte Gestalten,
ich höre sie leis' munkeln,
lassen Gnade nicht walten,
ihre Augen bös' funkeln.

Ich laufe Weg aus dem Dschungel,
ich breche die Bande,
zu mir selber, zu allen,
es ist eine Schande.

Der Dschungel verschwindet in der Ferne,
genauso die Wahrheit die ich gesucht,
doch auch hier schon wachsen die Kerne,
des Dschungels und der Wahrheit Frucht.

© M. Reinhart 2007

Dienstag, 11. Dezember 2007

Stille

Die Stille so hart,
die Stille so leer,
die Stille so leise,
man hört sich nicht mehr.

Die Stille – verhasst,
Die Stille – gemein,
Die Stille – zu ruhig,
man fühlt so allein.

Die Stille so traurig,
Die Stille so dreist,
Die Stille so trotzig,
wer fort sie reist?

Niemand – Stille nur,
Stille – ohne Sinn,
Stille – ein Schwur,
Die Stille dahin!

© M. Reinhart 2007

Mit dir Reden

Tausende Dinge zu erzählen,
kaum Zeit die Worte zu wählen,
Tausende Worte - binnen Minuten,
fließen so schnell wie tobende Fluten.

Tausende, aber Tausende Geschichten,
die man sonst weis zu berichten,
sind bei dir als wären sie nie geschehen,
wofür keiner einen Grund kann sehn.

Wir kennen uns nun schon so lange,
doch immer im Gespräch mit Bange,
dass zum Reden uns das Thema fehlt,
was zumindest mich sehr quält.

Seit Monaten nicht miteinander gesprochen,
hoffnungslos fehlen die Worte über Wochen,
ohne jeden Schimmer den Sinn zu Sprechen,
schon längst verloren, da nur leere Flächen.

Wir fragen wie´s dem anderen geht,
fragen wie die Lage steht.
Zum Erzählen nur zu schüchtern?
Die Gespräche sind so nüchtern...

Gibt es einen höheren Willen,
der den unsren überdeckt?
Gibt es eine böse Macht,
die die Worte uns versteckt?

Oder wissen wir nur schon,
was der andere sich denkt,
was er nun erzählen will,
oder was ihn grade lenkt?

Solche Leute soll es geben,
die ohne es je zu bestreben,
fühlen wie der andre fühlt,
wissen was ihn aufgewühlt.

Die Gespräche zwischen uns,
sind einfach unnormal und still,
als ob ein Lärmschutzwall bemüht,
Gerede abzuhalten will.

Was ist der Grund für diese Stille?
Steht da echt ein böser Wille?
Warum sollte er das wollen,
dass das Thema uns verschollen...

© M. Reinhart 2007

Montag, 10. Dezember 2007

Allein

Du bist allein,
verlassen in deinem Zimmer,
willst schon lange nicht mehr sein,
siehst den schwachen Mondes Schimmer.

Keine Sonne die da scheint,
nur der kalte, weiße Mond,
über Tag die Welt verneint,
dass die Wärme in dir wohnt.

Die silbernen Strahlen,
scheinen dir ins Gesicht,
Tags die Mühlen mahlen,
stets durch ihr Gewicht.

Und sie mahlen und mahlen,
jeden Abend erneut Strahlen,
nie der Sonne, des Mondes nur,
und du sitzt da, stumpf und stur.

Doch dann, einmal erblickt,
Sonnenstrahlen, hell und warm,
machen dich fast verrückt,
verzaubern durch ihren Charme.

Sind für dich viel zu hell,
ganz unerwartet trafen,
sind weg viel zu schnell,
doch mit Blindheit dich strafen.

So siehst du nun nichts mehr,
nicht mal fahlen Mondenschein,
setzt dich nicht mehr zur Wehr,
du bist und bleibst... allein.

© M. Reinhart 2007

Samstag, 8. Dezember 2007

Krankheit und Tod

In mir wütet eine Krankheit,
lähmt den Körper und den Geist.
Krankheit bringt nur reines Leid,
was der Schmerz mir ganz beweist.

Kann nicht rufen und nicht sprechen,
nicht schnell laufen und nicht gehen.
will nichts essen, kann nur brechen,
kann ja nicht mal richtig stehen.

Mein ganzer Kreislauf durcheinander,
nichts will mehr wie´s mal ging,
in meinem Kopf ich weiter wander,
und die Klippe runter spring.

Und ich falle viele Meilen,
das Wasser es kommt dichter,
doch ich werd' noch lang verweilen,
denn das Urteil spricht der Richter.

Ich stürze tief ins Meer,
der Boden er kommt.
Mein Kopf wird leer,
da erwache ich prompt.

Ich liege in mei'm Bett,
gebadet in Schweiß,
der Tod ach wie nett
er geht schon ganz leis.

Er hatte sich geirrt,
ganz falscher Raum,
er guckte verwirrt,
es war wie im Traum.

Er verließ unser Haus,
ich wankte zum Fenster.
Ich sah nichts denn Drauß',
da war es stock finster.

Am nächsten Morgen,
es war gegen Zehn,
erwacht ich mit Sorgen,
wohin tat er gehen?

Ich nahm die Zeitung,
und las sie geschwind.
Mir kamen die Tränen:
"Der Tod holt ein Kind."

Warum bloß das Kind?
Es war doch so jung.
Kühl weht der Wind,
den Blättern gibt Schwung.

Ich war doch so krank,
warum nahm er nicht mich?
Ich war doch fast tot,
was denkt er da sich?

Da wird es mir klar,
darum geht es ihm nicht,
wer fast tot, wer noch lebt,
der Zufall ihm spricht.

Er wollt' nur beweisen,
dass jeder kann sterben,
ist er noch so gesund,
man kann es verderben.

Andersrum genauso,
man kann wieder leben,
ist man auch noch so krank,
es kann Heilung geben.

© M. Reinhart 2007

Donnerstag, 6. Dezember 2007

Am Himmel

Die Gedanken wie ein Wald,
sie sind wirr und dicht,
Die Gefühle machen halt,
gespiegelt in der oberst' Schicht.

Die Liebe ist die helle Sonne,
nicht gezählt zu den Gefühlen.
Warm, fast blendend - eine Wonne.
Es ist schön sie so zu fühlen.

Doch genauso sich verkehrt,
wenn die Sonne mal erlischt.
Einem alle Freud verwehrt,
wurden Lügen aufgetischt.

Das Herz ist der Mond,
hoch im Firmament.
Mit der Sonne er thront,
so wie man es kennt.

Sonn' und Mond teil'n sich den Himmel,
Sie scheinen schön, sie scheinen hell,
stehen hoch der Waldes-Spitze,
und sind doch nicht allzu grell.

Sofort gesehen, gleich geblendet,
immer dort, nicht ganz vollendet.
Nur wenn Wolken sie verdecken,
Kann der Wald sie nicht entdecken.

Und nur dann regiert der Wald,
solange bis die Wolken gehen.
Die Schatten wieder weichen,
und Sonn und Mond am Himmel stehn'.

© M. Reinhart 2007

Mittwoch, 5. Dezember 2007

Die Gefühle

Trauer, Freude, Hass und Neid,
- Gefühle die 'ne Kleinigkeit.

Doch die Liebe ohne Laster,
ist ein sehr verwegen' Pflaster.

Sie ist unberechenbar – fast fremd,
manch einer bei ihr ist verklemmt.

Denn sie ist – ohne Frage – schwer,
wer sie hat, der weiß das sehr.

Die Liebe lässt ein' übersehen,
wohin die Wege könnten gehen.

Lässt ein' ohne Denken handeln,
kann den ganzen Geist verwandeln.

Liebe – eine schöne Tugend,
ganz besonders in der Jugend.

Doch hat sie auch noch kranke Seiten,
und kann wirklich Leid bereiten.

Liebt man erst und dann nicht mehr,
fühlt man innerlich sich leer.

Die Angst man bricht des and'ren Herz,
kann bringen unerträglich Schmerz.

Deshalb ist Angst ein öfter Grund,
das die Liebe ein zerschund.

Die Lieb' aus Angst, das ist fatal,
sprich lieber wahr – du hast die Wahl.

© M. Reinhart 2007

Dienstag, 4. Dezember 2007

Der weise Wicht

Ich ging durch die Straßen,
ich hatte ein Ziel,
ihr glaubt ich würd' spaßen?
dann wisst ihr nicht viel.

Ich ging durch die Gassen,
ich konnt' es nicht lassen,
ich suchte den Wicht,
der Weisheit ausspricht.

Endlich fand ich ihn,
die Suche war schwer,
und mir es so schien,
ob seine Augen warn leer.

Es durchfuhr mich ein Schock,
er war lang schon blind,
keine Schuhe, kein Rock,
ihn jagte der Wind.

Meine Jacke ihm gab,
meine Hose dazu,
weil ich genug hab,
auch gleich meine Schuh'.

Er sah nicht was war,
doch fasste die Kleidung,
ein Lächeln war da,
vor Freude ein Sprung.

Mir wurde jetzt kalt,
ein Schneeflockenschwarm,
er lächelt - macht halt,
und mein Herz wurde warm.

Mein Ziel ich erreicht,
der weise Wicht,
stand sachtfüßig weich,
und weise er spricht:

"Du kamst um zu finden,
was keiner recht weis."
Schon begann er zu schwinden,
nahm mich mit in den Kreis.

Er zog mich fort,
er nahm mich mit,
an einen Ort,
ein kleiner Schritt.

Der weise Wicht,
prach: "Liebes Kind",
er kam ganz dicht,
er war ja blind.

Er streckte die Hand,
ergriff die meine,
fest er stand,
er spricht´s ins reine.

"Was Liebe ist?
Du weist es nicht?
Verschlossen bist,
zur letzten Schicht."

Ich flehte ihn,
dass er erzähle,
und es schien,
er Worte wähle.

"Die Liebe war,
die Liebe ist,
die Liebe wird,
so wie du bist.

Es niemand weis,
was Liebe meint,
solang im Kreis,
der eine weint.

Die Liebe ist,
ein schwerer Gang,
der zu viel List,
und Tücke hang.

Im Wege steht,
so mancher Freund,
der schnell vergeht,
wenn man versäumt.

Doch liebt man nicht,
ist nichts von wert.
Hör' auf den Wicht,
ihm wurd´s verwehrt.

Es war die Liebe,
sie hatt´s getan,
reine Triebe,
...Herzenswahn.

Durch Liebe erblindet,
es geht aber schlimmer,
mein Hoffnung nicht schwindet,
denn ich liebe noch immer."

Des Sehens beraubt,
sein Körper verbrannt,
durch Flammen der Liebe,
die niemand verbannt.

Wie kann er noch lachen?
Er ist so verletzt,
noch lang werd ich wachen,
ich bin so entsetzt.

Doch er grinst einfach,
mir kamen die Tränen,
ich war so gerührt,
das lasst mich erwähnen.

Er öffnet den Mund,
und flüstert mir zu:
"Egal was mich schund,
ich finde noch ruh'.

Denn die Liebe befreit,
sie steht dir zur Seit'.
Auch wenn du denkst,
steuert dein Herz dich schon längst.

Das du nur fühlst,
kannst du nicht verhindern,
doch wenn du nur denkst,
wirst du dich behindern.

Finde die Mitte,
das ist der Weg,
gehe die Schritte,
sie sind dir gelegt.

Alles liebt etwas,
sogar wenn es blind,
selbst wenn es schlecht ist,
auch dich liebes Kind.

Dein Kopf braucht dein Herz,
sie lieben sich sehr,
sie teilen den Schmerz,
es fällt ihn' nicht schwer.

Geteiltes Leid,
das Leid durch zwei,
es ist gescheit,
und macht dich frei.

Schmerzt dein Herz,
Schmerzt auch dein Kopf.
Spürst du den Schmerz,
pack ihn beim Schopf.

Wirf ihn weg,
doch nicht den Menschen,
nicht in Dreck,
und nicht an Grenzen.

Doch verliebst du dich,
so lass dir sagen,
denk an mich,
und meine Klagen.

Denn nichts ist da,
nichts ist wahr,
nur du und dein,
lieb' Partnerlein."

Seine Liebste,
so wie´s schien,
konnt' er seh'n,
sie holte ihn.

Er konnt' nicht sehen,
doch warf mir zu,
einen Teil seiner Liebe,
wen ich liebte warst Du.

Sie zog ihn fort,
die Liebe inne,
noch heute sie dort,
im Land der Sinne.

Wieder im Leben,
ich bin nicht erpicht,
doch da an der Grenze,
der liebende Wicht.

Er lächelte,
er winkte mir,
ich winkte ihm,
und rannt' zu dir...

© M. Reinhart 2007

Montag, 3. Dezember 2007

Mit ohne Dir

Keinen Sinn,
ohne dich,
wer ich bin,
weiß ich nich'.

Schwer' Verlust,
ohne dich,
großer Frust,
nur für mich.

Kein hoffen,
ohne dich,
schwer getroffen,
stehe ich.

Keine Trauer,
bist du da,
nur ein Schauer,
es ist wahr.

Reines Licht,
bist du da,
zu mir spricht,
rein und klar.

Eine Stimme,
bist du da,
in ihr schwimme,
ich als Narr.

© M. Reinhart 2007

Die Taten der Menschheit

Ganz vorne weg,
der grausame Krieg,
dunkel und blutig,
der nie jemals schwieg.

Als zweites gleich,
die gewaltvollen Morde,
als Zeichen der Rache,
der kaltherzig' Horde.

Als Drittes sodann,
die verheerende Gier,
nach Ruhm und Geld,
sogleich folgt die vier.

Das kalte Vorurteil,
egal wie es ist,
es wird nicht geseh´n
wie du wirklich bist.

Es wird ohne Gedanken,
ohne zu fragen,
ohne zu wissen,
einfach geschlagen.

Die Luft verpestet,
Die Erde zerstört,
Die Natur sie schreit,
doch niemand sie hört.

Zu laut die Maschinen,
zu laut die Musik,
zu laut die Umgebung,
zu laut ist der Krieg.

Vieles ist falsch,
das will keiner wissen,
erst wenn es zu spät,
wird am Lenkrad gerissen.

Richtig ist nur:
Nichts ist Gerecht,
vernichten uns selber,
denn wir Menschen sind schlecht!

© M. Reinhart 2007

Der Stein ohne Reim

Es war in der Stund' vor der Zeit,
An fernem Ort, weit ab der Welt.
Es lag nur da, ein schwarzer Stein,
den keiner merkt, und keiner wollt.

Sie traten ihn,
ganz unbemerkt,
stießen ihn,
ohne Gedanken.

Dem Stein tat´s weh,
er hat geweint.
Er brach entzwei,
wurd' nicht gepflegt.

Er zerfiel in viele Teile,
wurde kleiner und kleiner.
bis er nicht mehr zu sehen war,
und dass er fort war, bemerkte keiner.

Er wurde Sand,
wurd' Mineral,
er versank,
es wurd' wärmer,
kam zum Kern,
verschmolz erneut,
stieg empor,
und war wieder ein Stein.

Ein schwarzer Stein,
den keiner sah,
auf trocken Erde,
ohne Gras.

Und die Geschicht',
passiert schon wieder,
er war erneut da,
und keinen interessiert`s.

Solange bis,
der Himmel brach,
und alles verging,
nur der Stein blieb.

Er ist heute,
er war gestern,
er wird morgen,
immer noch da sein...

© M. Reinhart 2007

Sonntag, 2. Dezember 2007

Deine Bedeutung

Was du mir bedeutest,
das wurd' mir erst klar,
als ich bemerkte:
Du bist nicht mehr da.

Ich dacht' mir geht´s schlecht,
doch ich wusste nur nicht,
was es bedeutet,
die Nacht ohne Licht.

Du warst nicht mehr da,
und da spürte ich wie,
etwas in mir zerbrach,
um Hilfe gar schrie.

Ich konnte nicht schlafen,
ich fand keine Ruh',
und hatt' vor den Augen,
dein Bild immer zu.

Erwachte mit Angst,
die tief in mei'm Herzen,
sie tobte im Bauch,
bracht höllische Schmerzen.

Doch dann die Erlösung,
du warst wieder da,
und wie schön das ist,
das ist mir jetzt klar.

Die kalte Nacht,
sie ist nun fort,
anstelle der,
ist Tag nun dort.

Geh nie wieder,
bitte geh nicht,
es klingt verrückt,
mein Herz dies spricht...

© M. Reinhart 2007

I need you

I need you,
chased you away,
get in my shoe,
won´t want here to stay.

To meet your eye,
it was real honour,
I thought I could fly,
meet half way, wanna?

I understand,
you feel hurt,
I can´t stand,
don´t say a word.

You understand me,
why did we fail?
My doubt, now I see,
and want go to jail.

I´m caught,
my feelings caught me,
I fought,
My doubt, now I see.

You passing by,
my heart is breaking,
you seem be shy,
your head is shaking.

May it´s your fate,
don´t realize,
but may it´s hate,
and also wise...

© M. Reinhart 2007

Ich brauche Dich

Nur Hass ist in mir,
bin fort gerannt,
wand ab mich von dir,
du hast mich gekannt.

Gerichtet an dich,
vielleicht hasst du mich...
mein Hass kommt dazu,
wer mir half, das warst du...

Du hörtest mich an,
du hast mich verstanden,
Lange Zeiten, doch dann,
begann ich hier zu stranden.

Gestern noch Freunde,
heute schon Feinde.
Wie kann das nur sein,
mein Herz will nur schrei'n.

Wie konnte ich nur?
Du standst mir zur Seite,
warum bin ich so stur?
Mein Kopf leere Weite.

Ich fühl mich so leer,
mein Körper so schwer,
Ich brauch nicht mehr sein,
Ohne dein' hellen Schein.

Versprechen gebrochen,
es tut mir so Leid,
ich hatte versprochen,
dass ich nicht mehr schneid.

Ich hab mich geritzt,
die Klinge sie blitzt,
Zwei schnitte für mich,
jetzt viele für dich...

Ich hab´s nicht geschafft,
ich geb' es ja zu,
Ich hab keine Kraft,
ich find keine Ruh'.

Ich find keine Ruh',
schlaflose Nächte,
dem Wind hör ich zu,
wir Menschen sind schlechte...

© M. Reinhart 2007

Samstag, 1. Dezember 2007

Die Eltern

Sie nerven mich,
vernichten Spaß,
sie hassen dich,
doch leugnen das.

Wozu das ganze?
Halten uns im Zaum,
mit eiserner Lanze,
zerstören den Traum.

Das "Wir" gewinnt,
mein liebes Kind,
komm mit uns mit,
folg' jedem Schritt.

Das "Wir" gewinnt,
wonach dir´s sinnt,
ist alles schlecht,
wir machen´s recht.

Das "Wir" gewinnt?
Das ich nicht lache!
Ich glaub ihr spinnt!
Ihr haltet Wache!

Lasst mich in ruh',
bin alt genug,
hab eigne Schuh',
die ich hier trug.

Geht einfach weg,
hört auf zu meckern,
brauch' kein Besteck,
darf auch mal kleckern.

Ich weiß, ich weiß,
ihr meints nur gut,
mein Kopf schon heiß,
vor lauter Wut.

Geht weg verdammt!
Was seit ihr närrisch,
bin Wut entbrannt,
ihr seit so störrisch.

Ist es so schwer?
Lasst mich allein!
Brauch' euch nicht mehr,
will selber sein.

Wir wollen für dich doch nur das Beste,
komm weg vom PC, lautem Feste.
Wir machen uns um dich nur Sorgen,
Dein wahres ich bleibt uns verborgen.

Morgen schon gleich zum Psychiater,
danach dann noch zu deinem Vater.
Dann gehen wir alle schön spazieren,
komm hör auf dich so zu zieren.

Tut mir Leid,
bin morgen fort,
hab keine Zeit,
bin dann schon dort.

Seid nicht so stur,
lass mich mal weg,
geht schön zur Kur,
und lasst den Dreck!

Meine Kleidung?

Schwarz zu viel,

Musikrichtung?

Keinen Stil!

Schminke mich?

Ist ekelhaft!

Ritzt du dich?

Ja, gibt mir Kraft!

 
 

Man geht von dannen:

Alles klar?

Ja, Selbstmord ist doch wunderbar!

© M. Reinhart 2007

Der Verlust

Ich hab´s mal gespürt,
sie hatt' mich berührt.
alleine im Haus,
Mein Herz setzte aus.

Keine Warnung,
Ihr glänzendes Haar.
eine Umarmung,
nicht sicher ob wahr.

Ihre Augen so hell,
mein Atem ging schnell.
Sie lächelt – ich auch,
vergänglich wie Rauch.

Sie hat mich verlassen,
war sie überhaupt da?
Ich wollt' sie nicht hassen,
mein Kopf wieder klar.

Ich will nicht,
mein Herz spricht.
Mein Kopf sagt,
noch nie gefragt.

Ich hasse sie!
Weiß nicht warum.
Ich wollte nie -
Das ist so dumm...

Lang ist`s her,
doch fällt mir schwer.
Ich vermisse dich,
interessier' dich nich'.

Lange vergessen,
andre Interessen.
Doch zu nahe bei dir,
zerbricht was in mir.

Ein ewiger Kampf,
ich sehe keinen Sinn.
Mein Herz wie im Krampf,
wenn ich bei dir bin.

Ich längst verstanden,
kann nicht bei dir landen.
Ich gehe vorbei,
ein innerer Schrei.

Du hast mir gezeigt,
was die Liebe verschweigt.
Was passiert ist´s zu Ende,
mir zittern die Hände.

Angst habe ich,
dass erneut es passiert.
Deshalb liebe ich nich',
und mein Herz es friert.

Keine Liebe die ich spüre,
ganz egal wen ich berühre,
Hat das Leben so ein' Sinn?
Wenn'ch nur lieblos, traurig bin...

Angst habe ich,
ich könnt genauso verletzen.
Deshalb liebe ich nich',
um auf "sicher" zu setzen.

Lohnt es ohne Liebe zu leben?
Kann es Heilung für dies geben?
Ich hoffe, doch fürchte nein,
ich liebe nicht, und leis' ich wein'.

Zerbreche an mir selber,
genau dieser Grund.
Es welken die Felder,
die ich selber zerschund'...

Warum ich?
Vergifte mich.
Warum gingst du fort?...
Dein Name... – ...mein letztes Wort...

© M. Reinhart 2007

Donnerstag, 29. November 2007

Du...

Es gibt kein zurück,
jetzt fehlt mir ein Stück.
Das ich damals verlor,
als ich treue dir schwor.

Es war alles so gut,
gaben gegenseitig Mut.
Die Farben war'n froh,
ich liebe dich so.

Doch du hast mich betrogen,
kaltblütig gelogen,
Ich gab dir mein Herz,
und du mir den Schmerz.

Ich hatte gedacht,
mit vereinte Kraft.
Könnte alles gelingen,
ließt mein Herz höher springen.

Aber du hast mich verlassen,
gesagt du würd'st mich hassen.
Da ist es zerbrochen,
es vergingen die Wochen.

Du gabst mir Wärme,
tut mir leid wenn ich schwärme,
aber mit dir war alles so wunderbar,
ich komm damit einfach nicht klar.

Warum? Sag mir warum,
dazu hast du keinen Mumm...
Du gingst einfach fort,
und nur "Hass" war dein Wort.

Stumm sitze ich,
in meinem Zimmer.
Und ich ritze mich,
im Schein der Kerzen Schimmer.

Blut läuft aus der Wunde,
nicht nur in meinem Arm.
Und es bringt die Kunde,
von dir, denn mir wird warm.

Das Gefühl nimmt Trauer,
es erinnert an dich.
Aus dir werd ich nicht schlauer,
doch zerstörst du mich.

Mein Herz es liegt in deiner Hand,
doch du, du hast es nicht erkannt.
Du gehst vorbei – mir keinen Blick,
Am Abend mich... erlöst der Strick.

© M. Reinhart 2007

Mittwoch, 28. November 2007

Inneres 2

Ich seh' die dunklen Wolken zieh'n,
ohne hellen Fleck.
seh' die roten Tränen flieh'n,
ohne jeden Schreck.

Ich spüre und ich fühle nichts,
nur reinen Klingen-Schnitt.
Und tief aus meiner Seele spricht´s,
die leise blutet mit.

Die Gefühle die ich hatte,
sie sind schon lange fort,
und was ich sprech' sind matte,
unverstand´ne Wort.

Zweifel, Hass und Trauer nur,
wo soll das alles enden?
Was bringt es mir, sind alle stur,
wie soll das Blatt sich wenden?

Schon die Hoffnung verloren,
Der Stolz dahin.
Mir selber geschworen,
doch ganz ohne Sinn.

Versunken in Trauer,
an mir selber erstickt.
Immer gegen die Mauer,
die starr auf mich blickt.

Es gibt keine Hoffnung,
Das ist mir längst klar,
Es bleibt nur der Sprung,
der macht bin zu war.

Ohne Gedanken,
schaue nach vorn.
Komme ins Wanken,
und hab mich verlor'n...

© M. Reinhart 2007

Montag, 26. November 2007

Inneres

Meine Seele ist fort,
meine Welt ist ergraut,
mich tröstet kein Wort,
lang das Messer beschaut.

Der kalte Stahl,
er kühlt meine Wunden,
ich hab keine Wahl,
es verrinnen die Stunden.

Ich hasse mich,
Nur Trauer ist in mir,
sie nie aus mir wich,
und ich zähl leis bis vier,

Eins: Um mich her ist eine Mauer...
Zwei: In mir ist nichts mehr als Trauer...
Drei: Es gibt keinen der mich trösten kann....
Vier: Wir müssen alle sterben... irgendwann...

Das Messer so lieb,
Es lächelt mir zu,
Das Messer - ein Dieb,
Stiehlt Trauer im nu...

Meine Seele ist fort,
meine Welt ist ergraut,
mich tröstet kein Wort,
lang das Messer beschaut....

Im Arm ein Schnitt,
heraus das Blut,
das ist ein Schritt,
er macht mir Mut,
das Blut es rinnt,
die Farbe ist rot,
wonach mir sinnt,
...es ist der Tod.

Die Trauer ist fort,
das Messer vollbracht,
Mein Blut fließt nun dort,
und Tag ist erwacht.

Die Sonne sie scheint,
mir direkt ins Gesicht,
doch der Himmel er weint,
und es schwindet das Licht.

Und wieder in Trauer,
so ist es sehr oft,
mein Welt wieder grauer,
ich hatt' doch gehofft...

So greif ich zum Messer,
es tröst' mich erneut,
mir geht´s wieder besser,
doch nur kurz währt die Freud.

Dunkle Wolken schon,
verwehren mir die Sonne,
es ist fast wie Hohn,
das Messer bringt Wonne...

© M. Reinhart 2007