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Montag, 3. Dezember 2012

Gabriel

Dämmerung bricht für die zwei Horizonte,
sie liefern den Grauen das teure Metall,
Phase Fleisch, Fleisch aus Staub, was der Feind einzig konnte,
der erste der Zehn steht kurz vor dem Fall.

Ein auf den anderen sollen sie fallen,
Dämonen beschworen zum Ende der Welt,
wenn die Macht fahler Orte auf Zauberer prallen,
liegt Hoffnung im Bernstein der Höllensaat hält.

Und der erste Ort fällt durch das erste der Wesen,
das Sonne und Licht und die Luft nicht mehr stört,
selbst im Zwiespalt, im Kampf mit dem Fahlen gewesen
und das auf den Rufnamen Gabriel hört.

© M. Reinhart 2012

Graue Engel

Klebriger Geifer beginnt sich zu legen,
tropft heiß als es beißt aus dem Schreckensgesicht,
was du weißt, was du kennst, aus der Welt, aus dem Leben,
vergeht mit der Furcht, denn ein Herz hat es nicht.

Schwingen wie Leder in düsteren Schwaden,
erschaffen aus Schatten fernab dieser Zeit,
es ist kalt, wenn es kommt und die Macht die sie haben,
hält weit mehr Gewalt für die Welt noch bereit.

Schemen kaum menschlich, wie Lava zerflossen,
der Kopf dieser Bestie im Dunkel der Nacht,
weder Mitleid noch Trauer, nie Tränen geflossen,
hat nichts außer Schmerzen und Tod je gebracht.

Scharfe, gar stählerne Zähne zerbeißen,
metallenes Stampfen zerbricht dein Genick,
ihre Zungen zerfressen, die Klauen zerreißen
und hinter die Tore geht dein letzter Blick.

Tore aus Wolfram in grünlichem Schrecken,
dahinter das Reich alter Feinde fahl liegt
und die Kraft und das Wissen, die in ihnen stecken,
hat einst selbst unsterbliche Vascos besiegt.

© M. Reinhart 2012