Sonntag, 15. August 2010

Kanal Route und Wassergefahr

Jetzt ist jeder Spaß vorbei,
nun sind die Combines mit dabei
und die machen sich grad dran,
dass keiner mehr entkommen kann.

So kämpfst du dich mit wenig Hilfe,
durch zu jedem Posten, der noch da,
denn die Overwatch mit Manhacks
töten den, der noch geblieben war.

Station 12 ist längst gefallen,
vor deinen Augen abgemäht,
du hörtest dumpfe Schüsse hallen,
für die Rettung war's zu spät.

Im Funkgerät hörst du die Stimmen,
erwischt es grade Station 8,
hier wird niemand mehr dir helfen,
alle tot – na, gute Nacht!

Weiter, weiter immer weiter,
hier und da sind Bürger noch,
sie geben dir was sie grad haben,
kämpfst und kämpfst und schaffst es doch!

Schillernd grün ist Wassers Farbe,
Geigerzähler schlagen aus,
schädlich ist es willst du waten,
Station 6 hilft dir da raus.

Einen Rat kann man sich merken,
das ist auch sofort jedem klar
will man durch die "Flüsse" fahr'n:
Nicht nur im Wasser liegt Gefahr!

Das kleine Airboat ist betankt,
fährt auf Wasser und auf Land,
bringt dich schnell zur roten Scheun',
danach bemannt bleibt nur die 9.

Von der Scheune blickt herab,
der Mann der dich geweckt gehabt.
Geht hinein doch als du drin,
ist dieser Posten längst schon hin.

Nach langer fahrt mit vielen Tücken,
vor Helikoptern auf der Flucht,
wird es dir nun endlich glücken,
du stellst den Heli vor der Schlucht.

Mit der Waffe die der Vort
dir so grad gegeben hat,
schießt du diesen Heli ab,
und springst danach vom Staudamm dort.

Im Kraftwerk dann wird's plötzlich schwarz,
kurz nicht sicher was du siehst,
dann ist klar, ein Safety-Scann,
du hast's geschafft: Black Mesa East.

© M. Reinhart 2010

Ein denkwürdiger Tag

Hinter einem Automaten,
"Hier ich geb' dir einen aus."
Eli muss noch etwas warten,
das Labor versteckt im Haus.

Dr. Kleiner sucht verzweifelt,
ist sein Haustier durchgebrannt,
freut' sich dich gesund zu sehen,
da kommt Barney angerannt.

Heute ist der Tag der Tage,
denn er ist ganz ohne Frage
wichtig, ist es doch vollbracht,
das Glück wohl nächster Katze lacht.

Die Teleporttechnologie,
durch Alyx ist sie jetzt bereit,
du bekommst den HEV,
"Doc, wir haben keine Zeit!"

Alyx ist sekundenschnelle
weit entfernt – Black Mesa East,
jetzt bist du sofort zur Stelle,
Isaac die Werte liest:

"LG Orbifold und Hilbert inklusive",
die Bedingungen perfekt – doch mitten im Betriebe
kommt Lamar aus einem Schacht,
hat das Gerät kaputt gemacht.

Springt zu dir, Instinkt gefahren,
um sich mit deinem Kopf zu paaren,
wird mit dir der Welt entrissen,
das ist alles was wir wissen.

Du stehst bald bei Dr. Breen,
den wundert's sehr dich hier zu seh'n,
ist als er zum Advisor spricht
sich sicher, dass du Freeman bist.

Letztlich stehst du hinter Kleiner,
dieser Teleport ging schief.
Angsterfüllt ist noch sein Blick,
als er das "Renne!" zu dir rief.

Der Zog des Teleports lässt los,
ein Scanner blendet dich im Fall,
der Zitadell' entströmen Schiffe,
unbeschreiblich ihre Zahl.

Barney wirft dir deine Waffe,
ein Brecheisen aus kaltem Stahl
zu und sagt er Würd' dir helfen,
doch er hätte keine Wahl.

Fliehen musst du aus der Stadt,
vor'm bösen Blick der Polizei,
durch den Untergrund nach draußen
längst verfolgt und vogelfrei.

Mit dieser blanken Angst im Nacken,
wobei dir schon gefriert das Blute,
rennst du los, du musst das packen,
und der Kanal die einz'ge Route.

© M. Reinhart 2010

Freitag, 16. Juli 2010

Sehnsucht aus der Ferne

Mir war klar, es würd‘ passieren, strauchle, fall, auf allen Vieren
weiter kriechend, hoffend deinen Duft zu riechen,
bereit mich zu verlieren, wenn ich dich nur fünde,
es sind tausend Gründe, ach, wenn ich jetzt bei dir stünde wär‘ die Sünde mir egal.
Nur dieses eine Mal der Versuchung, dieser Qual, nicht zu wiederstehen,
die Augen nur zu schließen, dich nicht mehr zu sehen und den Kuss mit dir genießen.

Oh du musst verzeih’n, ich werd‘ mich nicht wie ich’s versprach, davon befrei’n,
denn die Schmach, die ich, nur ich allein, durch dich erleid
und nicht uns beide ausgelacht, geht mir ins Mark, behagt mich nicht und trifft mich gar
mit voller Breite Sehnsucht klar und ungebremst vor allem in der Nacht,
wenn eigentlich im Schlaf ich läge, mich verträge mit dem Körper,
der die Kraft erbracht den ganzen Tag, doch lieg ich wach,
dein Bild vor Augen in dem Wissen, dass bei dir dein Freund in deinem Arm, so warm.

Erneut verkrampft mit Macht mein Bauch, das Bild vergeht zu Rauch
und nur im Glauben dass es auch, wenn ich zu dir zurück dann käme,
mir das Glück ergeben läge, was wohl mehr ein Hoffen wäre,
harre ich in dieser Lage und ertrage diese Leere.

Doch ich will zurück, von deinem Haar umschlungen liegen,
mit dir umarmt so nah mich wiegen,
bis die Sehnsucht, sei’s nur meine,
unser beider Ängst‘ vertrieben.

© M. Reinhart 2010

Montag, 28. Juni 2010

Mein Teil am Glück

Ich gehe neben dir, doch stehe völlig neben mir und sehe
alleinig dich in meinem Leben mit Bestreben dir zu geben
was auch immer dich erfreut und will ganz still erneut
nur dir und hier sofort mein Herz samt Schmerz und jedem Wort
reichen als mein Sein und Ziel des Lebens, doch ich bin alleine; hoff' vergebens.
Wo ich mir sagen will, nicht klagen, möcht' mir glauben, nicht verzagen,
meine Freude, wenn ich sehe dich mit Freund im Kuss, verstehe
mich, da will sie nicht, so wie ich wollte, mir bestehen bleiben, sollte
es mir verwehrt auf ewig bleiben, du vergeben, ach ihr beiden
seid so gut und lang zusammen. Glücklich ist dein Blick; mit bangen
seh' ich zu; mein Glück zerrinnend; stürz' und keiner wird mich fangen.

Möchte doch nur glücklich sein, zwar bin nach außen es zum Schein,
doch innerlich ist Kummer brennend, flammend, bitterlich zertrennend.
So verborgen vor dir meine Pein, die nie wird deine sein
und allein ich wünscht' mir wäre, mehr der Freud, die ich begehre.
Ja, ich würd' mich gerne freuen, dass mit ihm, dem deinen treuen
Liebsten, glücklich stets im neuen Jahr die Liebe bleibt, so wie es war.
Doch auch wenn ich es versuche, bleibt mir nichts mehr als Besuche,
warst du da dein Duft im Raum und ein Hoffnungsschimmer kaum.
An all diese klammernd zweifle ich im Willen, dass erreiche
mich die Einsicht des Vergessens auf dass ich nun von dir weiche.
Aber dann mit Blick in deine klaren Augen ganz alleine
ist erneut die Liebe tödlich - das Vergessen bleibt unmöglich.

Dann vielleicht wenn ich erreicht' die leicht verzweigte Weiche,
die mir off'nen Blicks gewährt, wie doch die Liebe mich verzehrt;
mir den Krug Vergessens reiche und das Hoffen endlich streiche
von der Sehnsucht tief im Herzen und die Schuld an dir begleiche;
mich des richt'gen Wegs verweise wie ein Flüstern still und leise,
eine Reise durch die Seele auf der ich Minuten zähle, mich bestehle,
deiner Liebe Willen wähle, alles das, was mich nicht quäle,
was es dennoch tut, es schmerzt mich, sehr sogar, versetz dich
einfach mal in meine Lage und beklage dich jetzt nicht ich
hätt' dich nicht gewarnt. Hast du es je geahnt?

Vom ersten Tag war mir schon klar, als ich den Schierlingsbecher sah,
der unsre Freundschaft lang schon sterbend - sie war traumhaft - ins Verderben
führte und ich spürte, dass es meine Schuld, verführte
mich doch sündhaft dieser Glanz in deinem Haar.
Dieses Ende war bekannt, doch hab' die Hände mir verbrannt,
wusste wie die letzte Zeile stünde lange Weile und die Sünde,
die an dir, es tut mir leid, ich war nicht sicher ob in mir,
hoffte dass es heilte, diese Unglücksliebe weilte.

So von Anfang an begreifend steh ich nun, den Glauben schleifend,
bis zum Grund in Staub und Asche, hustend, Scherben streifend
vom Gewand der Seele, welches blutbefleckt des Kelches,
Liebe namens, tödlich Gifte mich durchdrungen und mir ist es nicht gelungen
zu verhindern, dass ich liebte; will weit weg und nichts erinnern,
trotzdem biete ich dir Hilfe an, denn wenn schon ich nicht freuen kann,
sollst dann du in Glück erstrahlen, sodass ich habe Teil daran.

© M. Reinhart 2010

Donnerstag, 17. Juni 2010

Mein Kind

Mein Kind als waren wir mal jung,
mein Kind, da waren wir noch frei.
Ich weiß, mein Kind, du schaust dich um,
die Zeit ging fort, ist lang vorbei.

Damals wurd' die Bruderschaft,
die Königs Leut' dahin gerafft,
vom Erzdämon und seiner Macht,
halt selbst den König umgebracht.

Von da an war das Land verlor'n,
als dann die Räuber sich verschwor'n,
sie nahmen uns das Hab und Gut,
danach erst wurdest du gebor'n.

Du kennst uns nur im Lumpenkleid,
ach, ist es her nicht lange Zeit,
wir war'n nicht arm, wenn auch nicht reich,
mein Kind, mein Kind, es tut mir leid.

Wir können dir die Qual nicht spar'n,
du hungerst so, es ist nicht warm,
mein Kind, es tut im Herz mir weh,
jetzt liegst du tot in meinem Arm...

© M. Reinhart 2010